Erika Brinkmann

Grundschullehrerin und Hochschuldozentin
Jahrgang 1952
Schon vor meinem beruflichen Einstieg konnte ich wichtige pädagogische Erfahrungen als Mutter von fünf Mädchen sammeln, die ich inzwischen als Großmutter mit mehreren Enkel/inne/n im Vor- und Grundschulalter wieder auffrische. Mein Abitur habe ich über den zweiten Bildungsweg erworben und dann in den 1980er Jahren an der Universität Bremen meine Ausbildung zur Grundschullehrerin mit den Schwerpunkten Sprache und Ästhetische Erziehung absolviert. Schon während des Studiums hatte ich die Chance, in Forschungsprojekten zum Schriftspracherwerb und zum offenen Unterricht und ab 1987 auch am Aufbau der Lernwerkstätten „Büffelstübchen“ in Stuhr-Brinkum und Weyhe mitzuarbeiten. Dort haben wir Kinder mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen nach dem Spracherfahrungsansatz gefördert und Lehrer/innen zu diesem Thema fortgebildet – wichtige Erfahrungen für meine spätere Arbeit in der Grundschule und in der Ausbildung von Lehrer/inne/n an der Hochschule.

Von 1993 bis 2000 habe ich als wiss. Mitarbeiterin an der Universität Siegen im Bereich Grundschulpädagogik gearbeitet, wo ich mit Albrecht Bohnenkamp, Hans Brügelmann und anderen u. a. die Lernwerkstatt OASE und das „Kindernetcafé“ im Projekt „Didaktische Entwicklungs- und Prüfstelle für Lernsoftware“ aufgebaut habe. Promoviert habe ich mit dem Thema „Rechtschreibgeschichten“ im Projekt „Mikroanalysen zur Rechtschreibentwicklung“ an der Universität Bremen. Seit 2000 bin ich Professorin für „Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik mit dem Schwerpunkt Grundschule“ an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd, wo ich auch die „Lese- und Schreibwerkstatt SCRIPTORIUM“ an der Klösterleschule aufgebaut habe. Parallel dazu habe ich die Zeitschrift „Grundschule Deutsch“ mit konzipiert und über fünf Jahre als Herausgeberin begleitet – und die „ABC-Lernlandschaft“ für einen offenen Anfangsunterricht im Lesen und Schreiben entwickelt.
Seit Anfang der 1990er Jahre engagiere ich mich im Grundschulverband und war von 1992 bis zu meinem Wechsel nach NRW drei Jahre lang Landesvorsitzende und Delegierte des Landesverbands Niedersachsen des GSV. In den letzten Jahren habe ich vor allem im Projekt „Grundschrift“ mitgearbeitet. Seit 2011 bin ich Landesvorsitzende des GSV in Baden-Württemberg und seit 2012 Beisitzerin im Bundesvorstand. Meine Beiträge zur Vorstandsarbeit werden bestimmt durch meine bisherigen Arbeitsschwerpunkte.